Friedas Geschichte

Am 2. Mai 2008 wurde Frieda geboren, als eins von fünf Babys ihrer Mama Nyssa. Wir verliebten uns in diese kleine bunte Katze, die mit ihrer Familie im Tierheim Itzehoe lebte.

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Am 19. Juli 2008 holten wir sie zu uns. Sie war für ihr Alter sehr klein, hatte noch Schnupfen, der aber nicht mehr so schlimm schien. Sie erkundete selbstbewusst die Wohnung, stellte sich den großen Katzen und schien ein neugieriges kleines Katzenkind zu sein.

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Einen Tag später stellte sie das Fressen ein!

Im Tierheim hat sie schon Katzenfutter gefressen, aber auch noch bei ihrer Mama getrunken. Als sie am Montag immer noch nicht fressen wollte, besorgte ich Kittenmilch beim Tierarzt. Aber auch aus der Flasche wollte sie nicht trinken, jeder Versuch war ein Kampf. Sie nahm drastisch ab.

Am Dienstag war sie extrem schlapp. Wir überlegten, ob wir sie für eine Zeitlang wieder zurück zu ihrer Mutter bringen sollten, und ich fuhr mit ihr ins Tierheim. Und ich nahm sie wieder mit, kaufte eine Rotlichtlampe und packte sie zuhause darunter. Sie wollte immer noch nichts essen. Sie bekam Feliserin, ab da auch täglich Bioserin, damit sie überhaupt irgendwelche Nährstoffe bekam.

Dann - am Freitag - ich hatte mittlerweile alles an Futtermarken hier, was es so gibt - fing sie plötzlich an zu Fressen. Sheba. Aber das war uns egal, wir waren so glücklich. Nun würde es wieder aufwärts gehen.

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Es ging abwärts.

Mit dem Fressen kam der Durchfall. Nichts blieb in der kleinen Katze drin, sie nahm weiter ab. Ihre Augen, die bis dahin schon wieder richtig gut aussahen, fingen wieder schlimm am zu tränen. Alles haben wir versucht, Mittel gegen den Durchfall, nichts blieb drin. Am 30. Juli schließlich war sie so schwach geworden, dass ich mit ihr zum Tierarzt fuhr - warum nur erst jetzt? Sie wurde positiv auf Giardien getestet, ich bekam eine Wurmkur mit und Mittel gegen den Durchfall. Auch davon blieb nichts drin. Am Donnerstag, den 31. Juli 2008 - meinem 42. Geburtstag - brachte ich sie morgens zum Tierarzt. Sie war apathisch, sah schlimm aus, nur noch Fell und Knochen. Ich hatte gehofft, er könnte ihr noch helfen, er hat alles versucht. Wenig später ist sie eingeschlafen, sie war einfach zu schwach.

Wir holten sie am Freitag, den 1. August, ab und begruben sie an einem schattigen Plätzchen im Garten.

Kleine Frieda, du fehlst uns so sehr! Ich hatte dir ein schönes Leben hier versprochen - es tut mir so leid, dass ich mein Versprechen nicht halten konnte. Ich hatte Nyssa versprochen, gut auf ihr Baby aufzupassen. Es tut mir leid, dass ich auch dieses Versprechen nicht halten konnte. Es kam so viel zusammen, wir hätten mit dir viel früher zum Tierarzt gehen müssen, ich habe darauf vertraut, dass du auch so wieder in Ordnung kommst. Ich hoffe, ich werde niemals wieder solche Fehler machen. Bald wird wieder ein Katzenkind bei uns einziehen, an dem ich hoffentlich alle Fehler wieder gut machen kann! Ich hoffe so, dass du verzeihst und trotzdem voll Liebe auf uns hinunterblickst!

Nachtrag im November 2008:

Erst viel später habe ich erfahren, dass auch Friedas Geschwister gestorben sind - angeblich sogar schon vor Frieda. Sie sollen ein angeborenes Leberleiden gehabt haben, es war aber auch zwischenzeitlich von Katzenseuche die Rede. Ich weiß nicht, warum man es uns verheimlichen wollte, vielleicht, um Schuldgefühle zu schüren, vielleicht, um eigene Nachlässigkeiten zu verdecken. Ich nenne keine Namen, ich bin normalerweise nicht nachtragend, aber das ist eine Geschichte, die ich nicht nachvollziehen kann und nie mehr vergessen werde und die ich denjenigen, die sich hier angesprochen fühlen, sehr übel nehme, denn ich lasse mir nicht nachsagen, dass ich unfähig bin, ein Katzenbaby aufzuziehen! Ein kleiner Trost für mich ist nur, dass Frieda zumindest noch Liebe erfahren durfte, sie durfte noch erfahren, wie es ist, ein schönes Zuhause zu haben - ihre Geschwister sind im Tierheim gestorben. Ihre Mutter Nyssa hat mittlerweile ein schönes Zuhause gefunden - ob von ihren Kindern noch eins lebt oder nicht, werde ich wohl niemals mehr erfahren.

Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und
saftigem Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken,
und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so
sehr geliebt haben.

So rennen und spielen sie den ganzen Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz
groß !
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne
Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller.

Es hat Dich gesehen !!

Und wenn Du und Dein Freund sich treffen,
nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn ganz fest.

Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder,
und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines über alles
geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und
ihr werdet nie wieder getrennt sein ...

(aus dem Englischen übersetzt, Verfasser unbekannt)